Katrin von Schenckendorff, im Feriencamp für krebskranke Kinder

Eigentlich kümmert sie sich um den Gürtelrose-Impfstoff von GSK – aber Katrin von Schenckendorff war im Sommer 2022 in einem Feriencamp für krebskranke Kinder im Einsatz. Welche Erfahrungen sie dort gemacht hat, schildert sie im Interview.

Katrin von Schenckendorff

Wie bist Du zu GSK gekommen und was ist Deine Aufgabe?

Ich habe von 2018 bis 2021 das Future Leader Programm bei GSK absolviert. Anschließend startete ich im Marketing als Produktmanagerin. Zunächst für ein Atemwegsprodukt – seit Februar 2022 bin ich für unseren Gürtelrose-Impfstoff zuständig.

Im Sommer 2022 warst Du für eine Woche auf einem ganz neuen Terrain im Einsatz. Was genau hast Du gemacht?

Ich war als Betreuerin in einem Feriencamp für krebskranke Kinder – im irischen Barretstown. Dort verbrachten Kinder aus ganz Europa ihre Ferien, darunter 20 Kinder aus Deutschland. Wir haben uns in Frankfurt getroffen und sind dann gemeinsam nach Dublin geflogen. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter zum Camp, wo ich und drei weitere GSK Kolleg*innen uns um die Kinder kümmerten.

Wie sah das konkret aus?

Wir hatten jeden Tag andere Programmpunkte - Angeln, Bogenschießen, Malen und viele andere Aktivitäten, bei denen auch körperlich beeinträchtigte Kinder mitmachen können.

Weshalb wolltest Du bei diesem Projekt dabei sein?

Ich habe bei GSK davon gehört und mir gedacht: Es ist so einfach, das Leben von anderen Menschen schöner zu machen und ihnen eine gute Zeit zu schenken – auch und gerade, wenn sie unter einer langwierigen Krankheit leiden. Ich kann generell gut mit Kindern umgehen. Deswegen wusste ich sofort: Das möchte ich machen.

Wie unterscheidet sich ein Feriencamp für krebskranke Kinder von einem Camp für gesunde Kinder?

Ich glaube nicht, dass es da riesige Unterschiede gibt. Ich denke wichtig ist es, die Kinder nicht zu bemitleiden. Es sind einfach Kinder, ganz normale Kinder, die auch Krebs haben. Das schränkt sie etwas ein, sie können keine Wettrennen machen oder stundenlang in der Sonne spazieren gehen. Das Schöne in Barretstown war, dass alle Kinder die gleichen Voraussetzungen hatten – dadurch sind körperliche Einschränkungen kaum aufgefallen, denn es betraf ja alle. Aber einen größeren Unterschied zu gesunden Kindern gab es vielleicht doch.

Welchen?

Die Kinder erzählen andere Geschichten aus ihrem Leben. Mich hat das sehr berührt, wenn die Kinder von ihrem Alltag mit der Krankheit berichtet haben. Da musste ich schon schlucken.

Barretstown Feriencamp für krebskranke Kinder

Welches Erlebnis in Barretstown hat dich besonders beeindruckt?

Das war eine Session, bei der die Kinder nach ein paar Tagen aufschreiben sollten, was sie in der Woche bis jetzt gelernt und erlebt haben. Ganz besonders hat mich dabei ein Junge beeindruckt, der geschrieben hat: „Ich habe zu mir selbst gefunden.“ Ich habe ihn gefragt, wie er das meint. Seine Antwort war, dass er normalerweise versucht, nach außen cool zu wirken. Im Camp ist ihm dann klargeworden: „Ja, ich habe ein paar Hürden im Alltag – aber hier kann ich trotzdem so sein, wie ich bin. Denn alle anderen Kinder schleppen auch so einen Krebs mit sich herum.“

Was hast Du aus Barretswown mitgenommen?

Die Erkenntnis, wie wichtig Gesundheit, Partnerschaft, Freunde und Familie sind. Auch eine erfüllende Arbeit ist wichtig, aber sie ist eben nicht alles. Ich habe für mich verinnerlicht, mehr darauf zu achten, was für mich das Leben wirklich lebenswert macht. Es kann sich ja doch schnell ändern.

GSK ermöglicht interessierten Mitarbeitenden schon seit vielen Jahren, in Barretstown mitzuarbeiten und stellt sie dafür frei. Ist das eine gute Idee?

Ich finde es großartig. Es macht einen modernen Arbeitgeber aus, dass er es ermöglicht, über den Tellerrand zu blicken und sich zum Beispiel ehrenamtlich zu engagieren.