Bei der Zusammenarbeit mit externen Fachkreisen stehen für GSK die Interessen von Patienten vor an.

Zusammenarbeit mit Fachkreisen (HCPs)

Als Gesundheitsunternehmen arbeiten wir regelmäßig mit Fachkreisen, so genannten Healthcare Professionals (HCPs) zusammen.

In allen unseren Interaktionen von der direkten Zusammenarbeit in klinischen Studien bis zur Bereitstellung qualitativ hochwertiger, ausgewogener Informationen über unsere Arzneimittel und Impfstoffe ist es unser Ziel, unsere Arbeit transparent zu vermitteln, integer zu handeln und die Interessen der Patienten immer an die erste Stelle zu setzen.

Interaktionen mit HCPs

Unsere Richtlinien für die Zusammenarbeit mit Fachkreisen (HCPs)

Am 2. Oktober 2018 haben wir eine Reihe von Änderungen in unseren Richtlinien für die Zusammenarbeit mit Fachkreisen (HCPs) bekanntgegeben. Ziel dieser Veränderungen ist es, ein verbessertes Wissen über neue Daten und klinische Erfahrungen mit unseren Produkten sowie eine erhöhte Transparenz bei den Zahlungen an HCPs zu erreichen. Die Änderungen gelten für innovative Produkte über einen begrenzten Zeitraum und sollen HCPs dabei unterstützen, bessere Behandlungsergebnisse für die Patienten zu erreichen.

Lesen Sie dazu unseren Kodex für die Zusammenarbeit mit Fachkreisen (PDF) oder sehen Sie sich direkt die aktualisierten Abschnitte an:

  • Abschnitt 1.4.4 Externe Redner
  • Abschnitt 4.5.4 Finanzierung der virtuellen Teilnahme von HCPs/anderen Mitarbeitern des Gesundheitswesens an Kongressen
  • Abschnitt 4.6 Finanzielle Unterstützung der Teilnahme von HCPs und anderen Mitarbeitern des Gesundheitswesens an eigenständigen werblichen Veranstaltungen

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Warum wir diese Änderungen durchführen

In den vergangenen 10 Jahren hat die Innovationskraft unserer Branche in vielen Therapiebereichen zu einem deutlich höheren Volumen und einer vermehrten Veröffentlichung klinischer Daten geführt. Dies ist insbesondere bei der sekundären Gesundheitsversorgung der Fall und hat für GSK eine hohe Relevanz, da unser Datenvolumen im Umfeld der sekundären Gesundheitsversorgung zunimmt.

Damit Patienten von neuen medizinischen Innovationen profitieren können, ist es unabdingbar, dass HCPs Zugang zu neuesten Daten erhalten und die klinische Anwendung eines Produkts kennen. Unsere Fähigkeit, HCPs mit neuen Daten zu versorgen oder sie ihnen zu erläutern, ist ein entscheidender Aspekt bei der Einführung neuer Ideen, die das Potenzial haben, die Patientengesundheit zu verbessern.

Das Feedback von HCPs hat deutlich gemacht, dass sie es eindeutig bevorzugen, über neue Daten und klinische Erfahrungen durch Fachkollegen, zu denen praktizierende Fachärzte aus der ganzen Welt gehören, über deren direkte Erfahrungen mit unseren Arzneimitteln informiert zu werden.

Im Jahr 2013 haben wir angekündigt, HCPs nicht mehr dafür zu bezahlen, für uns Vorträge über unsere Produkte oder Krankheitsbereiche zu halten, und dass wir uns vermehrt auf unsere eigenen klinischen Experten stützen würden. Fünf Jahre danach stellt sich nun heraus, dass GSK das einzige Unternehmen ist, das diesen Ansatz gewählt hat. Andere Unternehmen bezahlen HCPs weiterhin, wenn sie Daten weitergeben und Vorträge über klinische Erfahrungen halten. Daraus ergab sich, dass unsere Fortbildungsprogramme den HCPs nicht in dem Umfang verfügbar waren oder von ihnen als weniger attraktiv wahrgenommen wurden als die Programme anderer Unternehmen. Unserer Ansicht nach hat das dazu geführt, dass der Wissensstand über unsere Produkte zurückgegangen ist und dass dies letztendlich den Zugang zu wirklich innovativen Arzneimitteln und Impfstoffen für die Patienten einschränkt.

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Änderungen unserer Richtlinien

Aus diesem Grund haben wir unsere Richtlinien in den nachfolgenden Punkten geändert, um die Verbreitung neuer Daten zu unseren Produkten in den Fachkreisen zu unterstützen:

  • GSK zahlt marktübliche Honorare an praktizierende Fachärzte aus der ganzen Welt, die Vorträge über neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu ausgewählten GSK-Produkten, die damit zusammenhängenden Erkrankungen und die klinische Praxis in einem werblichen Umfeld halten, wozu unter anderem nationale Konferenzen, Schulungsveranstaltungen für Redner, eigenständige Veranstaltungen von GSK, Satellitensymposien und Webinare gehören.
  • GSK übernimmt (außer in den USA) angemessene Reisekosten für die Teilnahme von HCPs an von GSK ausgerichteten eigenständigen Veranstaltungen, damit diese dort über Daten und klinisches Fachwissen informiert werden.
  • GSK trägt direkt die Registrierungskosten für die Fernteilnahme von HCPs an Kongressen im Rahmen von Webinaren/Webcasts. GSK sponsert aber weiterhin nicht die Teilnahme von HCPs an lokalen und internationalen Konferenzen.

Diese Änderungen gelten für einen Zeitraum von 24 Monaten ab der Marktzulassung eines neuen Arzneimittels oder Impfstoffs und von 12 Monaten, nachdem signifikante neue Daten verfügbar werden, da bei HCPs in dieser Zeit der größte Informationsbedarf hinsichtlich der Daten zu neuen Produkten besteht.

Diese Richtlinienänderungen gelten ab Oktober 2018 für ausgewählte Produkte in den USA und Japan und abhängig von der Wirksamkeit der Umsetzung und der Risikobewertung ab 2019 in anderen wichtigen Märkten in Industrieländern in Europa, Nordamerika und Asien.

Diese Änderungen zu Rednerhonoraren beziehen sich hauptsächlich auf praktizierende Fachärzte aus der ganzen Welt. Die Summe der Zahlungen an diese begrenzte Gruppe wird aber deutlich niedriger sein als vor der Umstellung auf unser derzeitiges System im Jahr 2013.

Diese Änderungen treten mit sofortiger Wirkung in Kraft und gelten für die GSK-Geschäftsbereiche Pharma und Impfstoffe sowie für ViiV Healthcare. Sie entsprechen uneingeschränkt den geltenden Regelungen und Gesetzen.

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Unterstützung der Änderungen

Zur Unterstützung dieser Änderungen wurden neue Kontrollen und Schulungen eingeführt. Dazu gehören Maßnahmen, mit denen die angemessene Bezahlung und der Einsatz externer Redner nachverfolgt werden. Wir setzen auch weiterhin vermehrt auf die Verwendung digitaler Kanäle für die Zusammenarbeit mit HCPs und investieren weiter in digitale Plattformen und Kanäle mit dem Ziel, individuelle Unterstützung zu leisten, Kundenerfahrungen zu verbessern und die Informationskaskade für HCPs effektiver zu gestalten.

 

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Offenlegung von Zahlungen an HCPs

Wir bleiben bei unserer Verpflichtung, Zahlungen an HCPs offen zu legen, und beabsichtigen, dies auf Auskünfte über Zahlungen an einzelne HCPs auszuweiten.

Die Zahlungen an HCPs, die für Aktivitäten wie die Mitarbeit in Beratungsgremien, an wissenschaftlichen Symposien und an Marktforschung geleistet werden, veröffentlichen wir bereits in 32 Märkten in ganz Europa (einschließlich Russland und der Ukraine) sowie in Australien, Japan und den USA.

Seit 2019 legen wir, sofern es gesetzlich zulässig ist, auf der Ebene von Einzelpersonen offen, welche Zahlungen jedes Jahr an HCPs für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen und von Dienstleistungen wie Vorträge auf Veranstaltungen oder die Mitarbeit in einem Beratungsgremium erfolgen. Wo eine Offenlegung auf der Ebene von Einzelpersonen gesetzlich nicht zulässig ist, geben wir weiterhin kumulierte Zahlungen an.

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Unsere Verpflichtung

Über Jahre hinweg haben wir uns darum bemüht, deutlich zu machen, dass für uns bei jedem Gespräch mit einem Arzt, einer Pflegekraft oder einem anderen Verordner das Patienteninteresse an erster Stelle steht. Uns ist bewusst, dass wir unserer Rolle beim Bereitstellen neuer Daten und Informationen zu unseren Arzneimitteln für HCPs in aller Klarheit nachkommen müssen und ohne dass der Eindruck eines Interessenkonflikts entsteht. Wir glauben, dass Transparenz beim wissenschaftlichen Dialog und bei der Zusammenarbeit mit Fachleuten im Interesse aller ist, die an der Entwicklung neuer Arzneimittel und der Verbesserung der klinischen Praxis und Patientenversorgung arbeiten. Das sind die Prinzipien, auf die sich unser Vorgehen bei der Zusammenarbeit mit HCPs stützt, und wir bleiben diesen Prinzipien weiterhin vollumfänglich verpflichtet.

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