Onkologie

Im Bereich der Onkologie möchte GSK die medizinische Versorgung von Patienten mittels innovativer Arzneimittel verbessern. Die onkologische Pipeline hat durch eigene Entwicklungen und durch externe Zukäufe ein erhebliches Potenzial. Aktuell befinden sich 16 Wirkstoffe in der klinischen Forschung und Entwicklung.
Der Fokus der GSK-Pipeline liegt auf Innovationen in den folgenden vier Bereichen:

  • Immunonkologie: hierbei wird das körpereigene Immunsystem zur Krebsbekämpfung (re-)aktiviert
  • Zelltherapie: hierbei werden humane T-Zellen gentechnisch so verändert, dass sie Krebszellen gezielt bekämpfen
  • Krebs Epigenetik: hierbei wird das genregulierende System des Epigenoms zur Erzielung von krebsbekämpfenden Wirkungen beeinflusst
  • Synthetische Letalität: darunter versteht man den gleichzeitigen Einfluss von zwei Mechanismen, die gemeinsam, aber nicht für sich allein, eine deutliche krebsbekämpfende Wirkung ausüben

Die Pipeline von GSK in der Onkologie weist mehrere vielversprechende Wirkstoffe auf: z.B. ein gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das maligne Plasmazellen angreift.

Zu den 16 Wirkstoffen zählt auch ein Immuncheckpoint-Antikörper. Dieser stimuliert den induzierbaren T-Zellen-kostimulierenden Rezeptor (ICOS) auf aktivierten T-Zellen. ICOS dient dazu, die Immunreaktion von T-Zellen gegenüber Krebszellen zu verstärken.

Auf dem Gebiet der Zelltherapie entwickelt GSK ein bereits weit fortgeschrittenes, gentechnisch erzeugtes Zelltherapieprodukt zur Behandlung solider Tumoren. Hierbei werden T-Zellen verwendet bei denen T-Zell-Rezeptoren (TCR) gegen das NY-ESO-1 Antigen ausgerichtet werden. Das therapeutische Produkt wird gentechnisch aus den körpereigenen T-Zellen des Patienten erzeugt. Es wird derzeit bei der Behandlung des Synovialsarkoms, des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms und des Multiplen Myeloms untersucht.

Mit der Übernahme von TESARO, ein auf Onkologie spezialisiertes biopharmazeutisches Unternehmen, hat GSK die Erweiterung seiner Pipeline beschleunigt und ist mit einem oralen PARP-Inhibitor (PARP = Poly-[ADP-ribose] - Polymerase) erneut in die Onkologie gestartet.

Mit Antikörpern, kleinen Molekülen und Zelltherapien arbeitet GSK auch an weiteren Behandlungsmöglichkeiten für das fortgeschrittene, nicht kleinzellige Lungenkarzinom, das Synovialkarzinom und verschiedene andere solide Tumoren.

Mit der neuen Onkologie-Pipeline möchte GSK neue Behandlungsmaßstäbe setzen und führt in den nächsten Jahren bis zu sieben potenzielle „first-in-class“-Medikamente ein und leistet damit einen entscheidenden Beitrag damit Krebserkrankungen besser behandelbar und werden.