Etwa eine von 74 Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Eierstockkrebs1. Für viele bedeutet die Diagnose einen tiefen Einschnitt und wirft etliche Fragen und Unsicherheit auf.
So ging es auch Jutta, die die Nachricht Eierstockkrebs unerwartet traf.
In etwa drei Viertel der Fälle wird Eierstockkrebs erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, da die Erkrankung im Frühstadium meist keine oder nur unspezifische Symptome wie z. B. Völlegefühl oder Bauchschmerzen verursacht2. Wie viele Patientinnen hatte auch Jutta lange Zeit keine Beschwerden. Erst während einer Reise bemerkte sie, dass sie zunehmend weniger belastbar war und ihr Bauch deutlich an Umfang zunahm. Zurück in Deutschland erhielt sie im Jahr 2022 die Diagnose Eierstockkrebs. Auf die Diagnose folgten eine Operation und eine anschließende Chemotherapie.
Mit der Erkrankung umgehen lernen
Das war keine leichte Zeit für Jutta. Im Video erklärt sie, wie sie mit den körperlichen und emotionalen Herausforderungen ihrer Krebserkrankung umgegangen ist, und gibt dabei Tipps für den Alltag. Eine große Hilfe war und ist für sie die angepasste Bewegung. Ihre Leidenschaft für Fahrradtouren lebt sie weiterhin aus – einfach mit einem E-Bike.
Es hat keinen Sinn, eine Decke über den Kopf zu ziehen und zu sagen: ‚Ich kann gar nichts mehr.‘ Man muss einfach schauen, was man kann und das dann machen.
Unterstützung, die Kraft gibt
Derzeit wird Jutta im Rahmen einer Erhaltungstherapie begleitet, mit dem Ziel, das Risiko eines Rückfalls zu reduzieren. Von Beginn an fühlte sie sich bei ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten gut aufgehoben. Diese veranlassten auch eine humangenetische Untersuchung, die für Juttas Familie eine wichtige Entlastung brachte: Ihr Eierstockkrebs ist nicht erblich.
In ihrem engen sozialen Umfeld erfährt Jutta viel Unterstützung. Ihr Mann begleitet sie regelmäßig zu Arztterminen, und auch der Austausch mit anderen Betroffenen – etwa in Selbsthilfegruppen – gibt ihr Halt. Aktuell ist Juttas Erkrankung stabil.
Es ist schwer zu sagen, welcher Weg für andere Patientinnen gut ist. Das muss jede für sich selbst entscheiden. Ich bin froh, dass ich diesen Weg gegangen bin.
Ihre Geschichte gibt anderen Betroffenen mit Eierstockkrebs Mut und vermittelt Zuversicht. Juttas Erfahrungen stehen exemplarisch für die Herausforderungen, die Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen bewältigen müssen. Dies zeigt auch die von GSK initiierte Umfrage „Your Cancer Is Our Challenge“.
„Your Cancer Is Our Challenge“
An der Umfrage „Your Cancer Is Our Challenge“ nahmen 818 Patientinnen mit gynäkoonkologischen Erkrankungen aus zehn Ländern teil – darunter auch Deutschland.
88 Prozent der Teilnehmerinnen aus Deutschland hatten das Gefühl, die bestmögliche Behandlung für ihre gynäkologische Krebserkrankung zu erhalten. Die meisten Befragten wollten mehr zu den zur Verfügung stehenden Testmöglichkeiten wie Biomarker-Tests oder genetischen Tests erfahren, um ihre Behandlung zu optimieren.
Nahezu alle Befragten gaben an, emotionale Unterstützung von der Familie oder Freunden zu erhalten; gleichzeitig fürchtete knapp ein Drittel, dem sozialen Umfeld oder den Pflegepersonen zur Last zu fallen.
Krebs geht uns alle an
Die Ergebnisse der „Your Cancer Is Our Challenge“-Umfrage unterstreichen die vielfältigen Herausforderungen von Patientinnen mit gynäkoonkologischen Erkrankungen und verdeutlichen ihren Bedarf an Informationen und Unterstützung. Die Aufklärung über die Erkrankung und der offene Austausch mit anderen können wesentlich dazu beitragen, mit der Diagnose Krebs besser umgehen zu können.
Juttas Geschichte macht deutlich, dass das Leben nach einer Krebsdiagnose weitergehen kann. Aufklärung über die Erkrankung und ein offener Austausch mit anderen Betroffenen können dabei unterstützen. Genau darauf macht auch der alljährliche Welteierstockkrebstag im Mai aufmerksam, um Ängste abzubauen und Betroffene auf ihrem Weg zu stärken.
Darüber hinaus stehen Betroffenen und ihren Angehörigen weitere Informations‑ und Unterstützungsangebote zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs, der Verein gynäkologische Krebserkrankungen e.V. sowie regionale Krebsberatungsstellen der Landeskrebsgesellschaften.
Hilfreiche Ressourcen für Betroffene
Haben Sie Fragen zu Eierstockkrebs?
Unser spezialisiertes Patientenserviceteam steht Ihnen gerne zur Seite – ob es um Informationen zur Erkrankung, dem Umgang mit ihr im Alltag oder die Behandlung geht. Sie erreichen das Patientenserviceteam Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 18:00 Uhr unter folgenden Kontaktmöglichkeiten:
📞 Telefonisch unter 0800 7070090 oder
✉️per E-Mail an eierstockkrebs@halt-bei-krebs.de
Haben Sie Fragen zu Gebärmutterkrebs?
Patientinnen mit Gebärmutterkrebs erreichen unser spezialisiertes Patientenserviceteam Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 18:00 Uhr telefonisch unter 0800 3050060 oder per E-Mail an gebaermutterkrebs@halt-bei-krebs.de.
Als Wegweiser bietet halt-bei-krebs.de eine wertvolle Orientierung in der Fülle der Online-Informationen zum Thema Onkologie. Speziell auf Fragen zu Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs, Multiplem Myelom und Myelofibrose ausgerichtet bündelt die Website vertrauenswürdige Ressourcen und bietet fundierte Unterstützung von der Diagnose bis hin zur Alltagsbewältigung. Unter dem Blog finden Interessierte zudem viele Artikel zu ausgewählten Themen, die sie in dieser herausfordernden Zeit unterstützen können.
In der GSK YouTube-Playlist „Infos für Krebs-Betroffene“ berichten Menschen mit Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs, Myelofibrose und Multiplem Myelom über den Umgang mit ihrer Krebserkrankung. Interessierte erhalten zudem fachliche Einblicke von renommierten Expert*innen.
Patientenorganisationen wie die Stiftung Eierstockkrebs sowie der Verein für Gynäkologische Krebserkrankungen Deutschland e. V. leisten einen wichtigen Beitrag zur Information, Aufklärung und Unterstützung von Betroffenen und ihren Angehörigen. Sie setzen sich engagiert für eine frühere Diagnostik sowie für eine bestmögliche Versorgung von Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen ein.

