Worauf wir uns bei Forschung und Entwicklung fokussieren

Unser Fokus

Wir investieren in wissenschaftliche und technische Spitzenleistung, um eine Pipeline neuer Produkte zu entwickeln und zu etablieren, die den Bedürfnissen von Patienten und Kostenträgern entsprechen.

Wir stärken unsere Pipeline, indem wir uns in den Bereichen Immunsystem, Humangenetik und fortschrittliche Technologien auf die wissenschaftliche Arbeit fokussieren.

Unsere Forschung wird im Frühstadium nicht durch den Fokus auf bestimmte Therapiebereiche eingeschränkt, denn unsere Teams werden aktiv darin bestärkt, sich von wissenschaftlichen Erkenntnissen leiten zu lassen. Im Zuge des Projektfortschritts werden potenzielle neue Arzneimittel dann auf die Therapiebereiche ausgerichtet, bei denen die Daten die stärksten Auswirkungen auf die größte Zahl an Patienten erkennen lassen.

Onkologie

In dem Bereich der Onkologie fokussieren wir uns darauf, das Überleben der Patienten mittels bahnbrechender Medikamente zu optimieren. Wir haben uns dazu verschrieben krebskranken Menschen zu helfen.

Unsere onkologische Pipeline hat durch eigene Entwicklungen und durch externe Ergänzungen erhebliche Fortschritte gemacht. Inzwischen befinden sich 17 Programme in der klinischen Forschung.

Derzeit liegt der Fokus unserer Pipeline auf Innovationen in den Bereichen:

  • Immunonkologie: hierbei wird das körpereigene Immunsystem zur Krebsbekämpfung (re-)aktiviert
  • Zelltherapie: hierbei werden humane T-Zellen gentechnisch so verändert, dass sie Krebszellen gezielt bekämpfen
  • Krebs Epigenetik: hierbei wird das genregulierende System des Epigenoms zur Erzielung von krebsbekämpfenden Wirkungen modelliert
  • Synthetische Letalität: darunter versteht man die gleichzeitige Ausrichtung von zwei Mechanismen, die gemeinsam, aber nicht für sich allein eine deutliche krebsbekämpfende Wirkung ausüben

Unsere Pipeline in der Onkologie weist mehrere führende Therapien auf: ein gegen das B-Zell-Maturationsantigen (BCMA) gerichtetes Antikörper-Arzneimittel-Konjugat, das maligne Plasmazellen angreift und zur Behandlung des Multiplen Myeloms entwickelt wird.

Ein weiterer, viel versprechender Wirkstoff in unserer Onkologie-Pipeline ist ein Immuncheckpoint-Antikörper, der den induzierbaren T-Zellen-kostimulierenden Rezeptor (ICOS) auf aktivierten T-Zellen stimuliert. ICOS dient dazu, die Immunreaktion von T-Zellen gegenüber Krebszellen zu verstärken. Daten aus Studien der Phase I/II zur Monotherapie und in der Kombinationstherapie mit dem PD-1 blockierenden Antikörper Pembrolizumab (Merck) deuten auf eine klinische Wirkung hin.

Auf dem Gebiet der Zelltherapie entwickeln wir das am weitesten fortgeschrittene, gentechnisch erzeugte Zelltherapieprodukt zur Behandlung solider Tumoren. Hierbei werden T-Zellen verwendet bei denen T-Zell Rezeptoren gegen das NY-ESO-1 Antigen ausgerichtete werden (TCR). Das therapeutische Produkt wird gentechnisch aus den körpereigenen T-Zellen des Patienten erzeugt. Es wird derzeit bei der Behandlung des Synovialsarkoms, des Lungenkarzinoms und des Multiplen Myeloms untersucht.

Mit der Übernahme von TESARO, einem auf Onkologie spezialisierten biopharmazeutischen Unternehmen, haben wir die Erweiterung unserer Pipeline beschleunigt und sind mit einem oralen PARP-Inhibitor (PARP = Poly-[ADP-ribose] - Polymerase), wieder auf den Onkologiemarkt zurückgekehrt. Dieses Produkt ist in den USA und in Europa zur Behandlung erwachsener Frauen mit rezidivierendem Ovarialkarzinom zugelassen.

Mit Antikörpern, kleinen Molekülen und Zelltherapien arbeiten wir auch an weiteren Behandlungsmöglichkeiten für das fortgeschrittene, nicht kleinzellige Lungenkarzinom, das Synovialkarzinom und verschiedene anderen soliden Tumoren.

 

schließen

HIV

Wir engagieren uns seit langem für die Förderung der Behandlung, Prävention und Heilung von HIV. Durch die Entwicklung innovativer Medikamente, die das Virus auf neue Weise unterdrücken oder verhindern, wird zur Verringerung der Behandlungslast beigetragen.

Unser HIV-Bereich wird von ViiV Healthcare geführt, einer weltweit tätigen, zu 100% auf HIV fokussierten Firma. GSK als Hauptanteilseigner kontrolliert ViiV Healthcare zusammen mit den weiteren Anteilseignern Pfizer und Shionogi. Für Menschen, die mit HIV leben, bietet das umfangreiche Portfolio von ViiV Healthcare mit 13 antiretroviralen Arzneimitteln eine große Bandbreite an Therapieoptionen. Mit unserem zweiten 2-Drug-Regimen (2DR) zur HIV-Behandlung, haben wir ein neues Kapitel in der HIV-Behandlung aufgeschlagen. Das Arzneimittel wird derzeit auf dem amerikanischen Markt eingeführt und hat in Europa die Zulassung erhalten. Weitere Informationen finden Sie im Internet bei ViiV Healthcare.

ViiV Healthcare verfügt als führender Entwickler von HIV-Therapien für die Zukunft über eine innovative Pipeline neuer Arzneimittel, darunter 2-Drug-Regimen, langwirkende Formulierungen und Therapien für Menschen mit begrenzten Optionen. Außerdem gibt es gezielte erste wissenschaftliche Bemühungen, ein Heilmittel zu finden.

schließen

Infektionskrankheiten und weltweite Gesundheit

Unsere Arbeit zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten umfasst bakterielle, virale und parasitäre Infektionen. Im Rahmen unserer globalen Gesundheitsbemühungen konzentrieren wir uns auf die Bekämpfung der Infektionskrankheiten, die Kinder und Jugendliche in den Entwicklungsländern betreffen – insbesondere Malaria, Tuberkulose (TB) und HIV/Aids.

An unserem weltweit führenden Zentrum in Tres Cantos forschen über 120 Wissenschaftler an der Entwicklung potenzieller neuer Arzneimittel gegen TB, Malaria, vernachlässigte Tropenkrankheiten wie durch Kinetoplastiden verursachte Erkrankungen und den Ursachen für Durchfallerkrankungen bei Kindern.

Unsere pharmazeutische Forschung und Entwicklung umfasst derzeit die folgenden Infektionskrankheiten.

  • Bakterielle Infektionen: Wir entwickeln ein potenzielles „First-in-Class“ Antibiotikum (erste seiner Wirkstoffklasse), mit dem Potenzial, der dringenden Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch die wachsende Resistenz gegen Antibiotika zu begegnen.
  • Hepatitis-B-Virus (HBV): Wir nutzen neue Technologien, um neue Arzneimittel zur Behandlung der HBV-Infektion zu entwickeln. HBV-Infektionen sind ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem, das die Leber betrifft und zu potenziell tödlich verlaufenden Erkrankungen wie Zirrhose, Leberversagen und Leberkrebs führen kann.
  • Influenza: Wir haben ein inhalatives Arzneimittel zur Behandlung von zwei Influenzaarten entwickelt. Fast jedes Jahr verursachen diese Influenzaarten saisonale Grippeepidemien. Um stationär behandelten Patienten zu helfen, haben wir außerdem eine intravenöse Formulierung entwickelt.
  • Malaria: Im Rahmen unserer Partnerschaft mit Medicines for Malaria Venture haben wir seit über 60 Jahren das erste neue Arzneimittel entwickelt, bei dem eine einzige Dosis ausreicht, um die durch Plasmodium vivax verursachte rezidivierende Form der Malaria zu behandeln.
  • Tuberkulose (TB): Wir verfügen über ein weltweit führendes Portfolio von Tuberkulosemedikamenten im Frühstadium der Entwicklung, das mehrere Wirkstoffklassen umfasst. In Kombination mit anderen Wirkstoffen könnten diese Arzneimittel zum Umbau der Tuberkuloselandschaft zu einer allumfassenden TB-Behandlung beteiligt sein.

schließen

Entzündliche Immunkrankheiten

Unser Fokus liegt auch auf den biologischen Abläufen im Immunsystem, die eine Schlüsselrolle bei der Entstehung einer Vielzahl von Krankheiten spielen. Unser Ziel ist die Entwicklung von Arzneimitteln mit dem Potenzial, den Verlauf von Entzündungskrankheiten zu verändern.

Dazu gehören derzeit die folgenden entzündlichen Immunkrankheiten, die für Patienten und Gesellschaft eine erhebliche Gesundheitsbelastung darstellen.

  • Systemischer Lupus erythematodes (SLE). Wir haben das erste und einzige biologische Arzneimittel entwickelt, das speziell zur Behandlung des systemischen Lupus erythematodes (SLE), einer chronischen, unheilbaren Autoimmunkrankheit, zugelassen ist.
  • Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA). Wir haben das erste zielgerichtete Arzneimittel zur Behandlung der EGPA entwickelt, einer seltenen chronischen Erkrankung, die durch eine Entzündung in der Wand kleiner bis mittelgroßer Blutgefäße (Vaskulitis) verursacht wird.
  • Rheumatoide Arthritis (RA). Zur Behandlung der RA entwickeln wir Arzneimittel mit neuen Wirkmechanismen, da bei vielen Patienten die Symptome nicht oder nur unzureichend auf die derzeit verfügbaren Therapien ansprechen.
  • Entzündliche Darmerkrankung. Wir entwickeln mehrere Arzneimittel mit jeweils unterschiedlichen Wirkmechanismen, um bei der Behandlung der beiden primären Arten entzündlichen Darmkrankheiten zu unterstützen: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
  • Systemische Sklerose. Wir entwickeln eine neue Behandlung für diese entzündliche und fibrotische Erkrankung.

schließen

Atemwegserkrankungen

Seit 50 Jahren sind wir richtungweisend bei der Entwicklung moderner innovativer Arzneimittel, die die Behandlung von Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) voranbringen.

Seit 2012 haben wir sechs Atemwegsmedikamente auf den Markt gebracht. Damit haben wir das branchenweit umfangreichste Portfolio einmal täglich anzuwendender inhalativer Atemwegsmedikamente. Zusätzlich verfügen wir über ein Anti-IL5-Biologikum, das erste seiner Klasse, zur Behandlung des schweren eosinophilen Asthmas.

Und wir setzen die Innovationen bei Biologika gegen Atemwegserkrankungen mit Programmen zur Prüfung der Arzneimittel bei Nasenpolypen, COPD und dem hypereosinophilen Syndrom fort. Zu unserer Biologika-Pipeline gehören auch langwirkende Anti-IL5 und Anti-IL33, die derzeit bei der Behandlung des schweren eosinophilen Asthmas bzw. des schweren Asthmas geprüft werden.

Unser Ziel im Bereich der Atemwegsprodukte ist die Entwicklung neuer Arzneimittel und Verfahren. Damit hoffen wir, dass wir Lungenkrankheiten besiegen und verhindern sowie die Lungengesundheit verbessern können.

Im Vordergrund der Entwicklung von Atemwegsmedikamenten stehen fünf Aspekte:

  • Das Potenzial unserer derzeitigen Arzneimittel vollständig ausschöpfen
  • Bei COPD und Asthma auch über die Behandlung der Lunge hinausgehen
  • Ein Abklingen der Symptome (Remission) erreichen (bei Asthma) und das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten (bei COPD)
  • Bei der Behandlung von Lungenkrankheiten über Asthma und COPD hinausgehen
  • Mit Impfungen Atemwegserkrankungen verhindern

Für viele Patienten ist schon der einfache Akt der Atmung ein täglicher Kampf. Aufgrund dessen konzentrieren wir unsere Anstrengungen auf die Entwicklung von Arzneimitteln für diese Menschen.  Dank unserem Forschungsansatz ist es uns möglich wandelbewirkende Therapien zu entwickeln. Deshalb sind wir hier und werden weiterhin unermüdlich innovative Lösungen suchen, um eine bessere Atmung für alle zu ermöglichen.

schließen

Impfstoffe

Unsere Investitionen in bahnbrechende Impfstofftechnologien machen tatsächlich einen Unterschied und werden zukünftig weiteren Nutzen bringen. Wir erarbeiten ein komplettes Impfstoffportfoliogegen das respiratorische Syncytial-Virus (RSV). Dieses ist auf die verschiedenen Altersgruppen, welche am stärksten durch den Virus gefährdet sind, zugeschnitten. Mit unserem COPD-Impfstoffkandidaten bewegen wir uns weg vom herkömmlichen Konzept des Impfstoffs, der gesunden Menschen zur Vorbeugung gegen eine bestimmte Erkrankung verabreicht wird, hin zu einem krankheitsmodifizierenden Impfstoff, der die Häufigkeit von COPD-Exazerbationen verringern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen könnte. Unsere Arbeit an neuen Formulierungen für unsere Meningitisimpfstoffe bringen wir mit unserem rein flüssigen Meningitis-Impfstoffkandidaten weiter voran. Und wir bleiben dem anspruchsvollen Ziel treu, einen einzigen Impfstoff zu entwickeln, der die fünf häufigsten Meningitis-Serogruppen A, B, C, W und Y gleichzeitig abdeckt.

Unsere Wissenschaftler engagieren sich für die Bekämpfung der Krankheiten, die die anfälligsten Personengruppen am stärksten belasten, wie Malaria, Tuberkulose (TB) und Shigellose. Den größten Beitrag können wir durch unsere wissenschaftlichen Fähigkeiten leisten. Die größte Wirkung erfordert allerdings eine enge Zusammenarbeit mit Dritten. Wir müssen sicherstellen, dass sich vom Labor bis zum Patienten – vom Anfang bis zum Ende – immer ein klarer Weg für unsere Innovationen abzeichnet.

Zusammen mit IAVI (zuvor mit Aeras) entwickeln wir im Rahmen einer Phase-IIb-Studie einen TB-Impfstoffkandidaten, der dazu beitragen soll, dass bei HIV-negativen Erwachsenen mit latenter TB-Infektion keine aktive Lungentuberkulose entsteht. Erste Ergebnisse der an 11 Prüfzentren in Südafrika, Sambia und Kenia durchgeführten Studie, zeigten eine Gesamtimpfstoffwirksamkeit von 54 %. Zum ersten Mal in fast 100 Jahren hat damit ein Impfstoffkandidat eine Schutzwirkung gegen aktive Lungentuberkulose gezeigt.

Unser Impfstoffkandidat gegen Malaria, RTS,S, soll Kinder vor der Plasmodium-falciparum-Malaria schützen. Diese Malariaart tritt am häufigsten im Afrika südlich der Sahara auf und verursacht weltweit die höchste Zahl von Malariatoten. RTS,S ist bisher der erste und einzige Impfstoff, der in Gebieten mit endemischer Malaria nachweislich zum Schutz von Kleinkindern und Säugligen gegen die Infektion und die klinische Erkrankung beiträgt. Außerdem ist es der erste Impfstoff der Welt gegen einen Parasiten. In Ghana, Kenia und Malawi wurde RTS,S zugelassen, damit der Impfstoff im Rahmen eines von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordinierten Pilotprogramms zur Umsetzung von Impfprogrammen gegen Malaria eingesetzt werden kann.

schließen