Das PULSE-Programm

GSK macht den Unterschied: Im April 2009 startete eine Initiative, über die CEO Andrew Witty damals sagte: „Das ist eine echte Chance für alle, die der Gesellschaft etwas zurückgeben wollen. Und es ist eine große Chance für unser Unternehmen und dem einzelnen Mitarbeiter, einen enormen Wert zu schaffen, den es anders niemals geben würde.“

PULSE bedeutet: GSK-Mitarbeiter arbeiten bis zu sechs Monate lang bei einer gemeinnützigen oder bei einer Nichtregierungsorganisation (NGO) mit. Sie setzen ihr berufliches Wissen und ihre Fähigkeiten ein – und orientieren sich dabei am Bedarf der jeweiligen NGO. GSK stellt seine Mitarbeiter für diesen Einsatz frei, zahlt ihnen weiterhin ihr Gehalt und übernimmt die Organisationskosten.

Impfaktion gegen Masern

Seit dem Start des PULSE-Programms hat GSK 635 Mitarbeiter aus 60 Nationen in 65 Länder geschickt, wo diese für insgesamt 112 Non-Profit-Organisationen gearbeitet haben. Die erste Teilnehmerin aus Deutschland arbeitete sechs Monate lang in Ghana. Ihre Aufgabe: Logistik und Lagerhaltung in Krankenhäusern verbessern. Steffi Gantner schulte Krankenschwestern und erstellte gemeinsam mit ihnen Projektlisten für die Bestellung und Lagerung von Spritzen, Verbänden, Infusionsbesteck und anderen Materialien. Zwischendurch half sie bei einer landesweiten Impfaktion gegen Masern mit. Am meisten beeindruckte sie in Ghana „die Fröhlichkeit der Leute, ihre Offenheit, ihr Vertrauen“. Am Ende fasste Steffi Gantner ihre Erfahrungen mit den Worten zusammen: „Don`t worry, be happy. Wenn ich mir von dieser Offenheit und Fröhlichkeit etwas bewahren kann, bin ich ein sehr glücklicher Mensch.“

GSK arbeitet beim PULSE-Programm mit zahlreichen Partnern zusammen, darunter so angesehene Organisationen wie „Save the Children“, oder AMREF, eine Organisation, die sich für die medizinische Behandlung der ärmsten Menschen in Afrika einsetzt. Das Feedback dieser Organisationen zeigt: Die Arbeit der PULSE-Volunteers führt fast immer zu einer nachhaltigen Veränderung bei der Partner-NGO. Die PULSE-Volunteers tragen zu Verbesserungen im Gesundheitssystem bei, sie entwickeln Versorgungs-, Marketing- und Kommunikationsstrategien, sie helfen, das Leben der Menschen in den zumeist sehr armen Regionen zu verbessern. Umgekehrt sammeln die PULSE-Volunteers Erfahrungen und erhalten Denkanstöße, die sie im Idealfall nach ihrer Rückkehr in den Arbeitsalltag bei GSK einbringen können.

Besuch bei einem Patienten mit Multipler Sklerose in Bukarest

„Ich habe einen ganz neuen Blick auf die Arbeitswelt und auf die Welt im Allgemeinen bekommen“, sagt etwa Dr. Anke Helten, die als PULSE-Volunteer für „Hospices of Hope“ in Rumänien tätig war. Diese britische Charity-Organisation setzt sich für eine menschenwürdige Sterbebegleitung und Palliativbehandlung in Osteuropa ein und errichtet dort dringend benötigte Hospize. Anke Helten war für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig; sie schuf wichtige Grundlagen für den Bau des ersten Lehrhospizes in Bukarest. Am Ende ihrer sechs Monate in Rumänien zog Anke Helten das Fazit: „Alles in allem kann ich es nur weiterempfehlen, die Chance zu einem PULSE-Volunteering zu nutzen.“ Die meisten anderen PULSE-Volunteers denken genauso. So erklärten 97 Prozent der Teilnehmer bei einer Befragung nach ihrer Rückkehr, ihre Erwartungen seien erfüllt oder übertroffen worden. Rund 80 Prozent fühlen sich voller Energie und Tatkraft – und sie fühlen sich mehr als zuvor verbunden mit der GSK-Vision.

Weitere PULSE-Volunteers aus Deutschland waren in aller Welt im Einsatz: Stephanie Entrop implementierte in Kenia ein Qualitätssicherungssystem in zwei medizinischen Studienzentren in Kisumu; Katrin Eisold absolvierte ihr PULSE-Volunteering in Nairobi, wo sie ein Benutzerhandbuch für die Hilfsorganisation AMREF erstellte; Sylvia Estel unterstützte die gemeinnützige Gesundheitsorganisation PATH beim Aufbau eines nachhaltigen HIV/Aids-Präventionsprogrammes in Vietnam; Petra Herrmann arbeitete in England und Ghana für Marie Stopes International, eine gemeinnützige Organisation, die sich für Frauen in Entwicklungsländern einsetzt; Karoline Röhling unterstützte AMREF in Kenia…

Christa Geis aus München schließlich setzte zuletzt in Rumänien für „Hospices of Hope“ die Arbeit fort, die Anke Helten ein paar Jahre zuvor begonnen hatte. Wie ihre GSK-Kollegin war auch Christa Geis für den Kontakt zu Sponsoren zuständig. Sie half dabei, Charity-Aktionen zu organisieren, wie etwa einen Marathonlauf durch Bukarest, bei dem mehr als 60.000 Euro für das Hospiz „erlaufen“ wurden. Und natürlich arbeitete Christa Geis auch oft und gerne mit den Kindern: Sie war bei Patientenbesuchen dabei und betreute eine Woche lang Kinder aus benachteiligten Familien bei einem Sommercamp.