Zugang zur Gesundheitsversorgung

Es gibt immer noch Millionen von Menschen, die keinen Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung haben. Wir möchten dazu beitragen, das zu ändern. Deshalb nutzen wir unsere wissenschaftliche Kompetenz, unsere Partnerschaften und unsere weltweite Vernetzung, um Produkte für Menschen zu entwickeln und bereitzustellen, die diese Produkte brauchen – unabhängig davon, wo sie leben.

Der Access-to-Medicines-Index

Unsere Anstrengungen, möglichst vielen Menschen den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, wurden von unabhängiger Seite anerkannt: Wir haben im Access-to-Medicines-Index (ATM-Index) seit dessen Einführung im Jahr 2008 immer den Spitzenplatz belegt. Der Index, der alle zwei Jahre veröffentlicht wird, bewertet die Bemühungen der Pharmafirmen zur Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung. Die Tatsache, dass wir im Index von 2016 den ersten Platz belegen, spiegelt unsere langjährige Verpflichtung wider, auf der ganzen Welt für Zugang zur Gesundheitsversorgung zu sorgen. Auch 2016 setzt GSK weitere wichtige Schritte, um den Zugang zu Arzneimitteln in den ärmsten Ländern der Welt zu erweitern.

Die Platzierung von GSK ist eine fantastische Anerkennung unseres kontinuierlichen Engagements, Tag für Tag den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu unterstützen.“

Sir Andrew Witty, CEO von GSK

Besserer Zugang zu Arzneimitteln und Impfstoffen

Wir wollen, dass alle Menschen, die sie brauchen, Zugang zu unseren Arzneimitteln und Impfstoffen haben, ganz gleich wo sie leben und wie viel sie sich leisten können. Eine flexible Preisgestaltung bei unseren Arzneimitteln und Impfstoffen orientiert sich am Wohlstand und der Zahlungsfähigkeit eines Landes – und sie schafft auf breiterer Basis Werte für die Patienten und die Gesellschaft.

Für die Bereitstellung einer nachhaltigen Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern gibt es keine einfachen Lösungen. Viele Menschen haben nicht genug Nahrungsmittel oder keinen Zugang zu sauberem Wasser, geschweige denn zu Krankenhäusern und Kliniken, wo sie professionelle Unterstützung und Behandlung erhalten.

In den ärmsten Ländern liegt der Preis für unsere patentierten Arzneimittel dauerhaft bei nur 25 Prozent des Preises in den Industrieländern, so lange damit unsere Produktionskosten gedeckt sind. Gedeckelte Preise gelten auch für Markenprodukte, mit denen nicht übertragbare Krankheiten wie Asthma und COPD sowie Infektionskrankheiten wie Malaria behandelt werden. Bezahlbarkeit kann auch eine Hürde für Menschen in den wirtschaftsstarken Staaten sein. Wir erweitern den Zugang zu unseren Produkten in diesen Märkten, indem wir einen flexiblen Ansatz fahren, solange wir Erträge für unsere Investitionen in Innovationen beibehalten. 

Innovation in unseren Forschungseinrichtungen

Die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe erfordert enorme Investitionen, nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und ist mit einer hohen Rate an Fehlschlägen verbunden. Wenn wir also weiter neue Produkte entwickeln und sie den Menschen, die sie brauchen, so schnell wie möglich zur Verfügung stellen wollen, müssen wir die Art, wie wir in unseren Forschungseinrichtungen arbeiten, ständig weiterentwickeln.

Wir wissen, dass wir nicht alles in unseren Forschungsstätten entdecken können – vor allem, wenn es um die Behandlung von Krankheiten geht, von denen ärmere Länder überproportional betroffen sind. Deshalb bringen wir auf eine neue Art Anreize für Innovationen, indem wir uns außerhalb unserer Einrichtungen umsehen und den Zugang zu unserem Fachwissen, unserer Kompetenz und sogar zu unserem geistigen Eigentum öffnen.

Wir haben die Türen unseres Forschungszentrums in Spanien für GSK-externe Wissenschaftler geöffnet. Wir haben sie eingeladen, mit uns zusammen an Projekten zu arbeiten, um neue Arzneimittel für vernachlässigte tropische Krankheiten zu finden. 2014 haben wir ein neues „Open Lab“ eröffnet, das dazu dient, das Wissen über unterschiedliche Formen von nicht übertragbaren Krankheiten in Afrika zu erweitern.

Zusammenarbeit mit anderen

Wir arbeiten in Partnerschaften mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Regierungen, universitären Einrichtungen und anderen Unternehmen zusammen und können dadurch mehr für die Patienten erreichen als alleine.

Wir pflegen seit langem eine Partnerschaft mit der Globalen Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI), die in einigen der ärmsten Ländern der Welt Immunisierungsprogramme finanziert. Länder, die für eine GAVI-Förderung geeignet sind erhalten immer unsere niedrigsten Preise, die manchmal nur 10 Prozent des Preises in Industrieländern betragen. GAVI unterstützt Länder mit einem Bruttosozialprodukt von unter 1.570 $ pro Einwohner. Wenn die Länder sich entwickeln und diesen Schwellenwert des Bruttosozialprodukts überschreiten, gibt es keine Unterstützung durch die GAVI mehr. Wir haben zugesagt, die Impfstoffpreise für diese Länder zehn Jahre lang konstant zu halten, um sie dabei zu unterstützen, ihre Verpflichtung zur Immunisierung in dieser Übergangszeit weiter zu erfüllen. Wir haben zugesagt, GAVI mehr als 850 Millionen Impfstoffdosen zu reduzierten Preisen zu überlassen, um dabei zu helfen, dass bis 2024 in den Entwicklungsländern 300 Millionen Kinder geschützt sind.

Wir möchten aber auch dazu beitragen, das Gesundheitswesen über unsere Produkte hinaus zu verbessern, indem wir als Förderer für den Wandel wirken. So reinvestieren wir 20 Prozent unserer Gewinne aus den am wenigsten entwickelten Ländern wieder in die Stärkung der Gesundheitssysteme dieser Länder – hauptsächlich, indem wir mit den drei wichtigen Nichtregierungsorganisationen Amref Health Africa, CARE International und Save the Children medizinische Fachkräfte ausbilden. Bisher haben wir zusammen 40.000 medizinische Fachkräfte, die an vorderster Front arbeiten, in 54 Ländern ausgebildet und so mehr als 11 Millionen Menschen erreicht.

Im Jahr 2013 sind wir eine innovative Fünfjahrespartnerschaft mit Save the Children eingegangen. Unser gemeinsames Ziel lautet, das Leben von 1 Million Kindern zu retten. Indem wir unsere Fachkenntnisse, Ressourcen und Kompetenzen zusammenlegen, tragen wir dazu bei, dringend benötigte Arzneimittel und Impfstoffe zu einigen der ärmsten Kinder der Welt zu bringen, tausende von medizinischen Fachkräften auszubilden und kinderfreundliche Arzneimittel zu entwickeln. In unserer Forschungs- und Entwicklungseinheit für Mütter und Neugeborene entwickeln Wissenschaftler aus den Inhaltsstoffen einer Mundspülung ein Gel, das vorbeugend gegen Neugeborenensepsis wirkt. Im Oktober 2015, haben wir bei der EMA einen Zulassungsantrag eingereicht. Wenn wir die Zulassung erhalten, werden wir das antiseptische Gel zu einem nicht gewinnorientierten Preis anbieten und wir werden unser Wissen mit anderen teilen, so dass das Produkt lokal hergestellt werden kann.