Malaria

Die über die dämmerungsliebende Anophelesmücke übertragene Malaria zählt zu den weltweit häufigsten parasitären Infektionen. Jedes Jahr erkranken schätzungsweise 135 bis 287 Millionen Menschen aus Afrika, Asien und Südamerika an dem mit Schüttelfrost und Schweißausbrüchen einher gehenden Tropenfieber. 450.000 bis 790.000 Betroffene erliegen der Krankheit - ebenfalls jährlich. Etwa die 77% davon sind Kinder unter fünf Jahren.

In Deutschland werden pro Jahr 600 bis 700 Malariafälle gemeldet. Fast alle Patienten können geheilt werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Grundsätzlich gilt: Wird die Malaria rechtzeitig erkannt und behandelt, ist sie heilbar. Es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten, mit denen man auch schwere Fälle in den Griff bekommt. Jedoch ist der Arzt immer auf die Mithilfe und die Aufmerksamkeit des Patienten angewiesen. Denn auch noch Jahre nach der Rückkehr aus einem Malariagebiet kann das Tropenfieber ausbrechen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Reisen in gefährdete Gebiete immer mit einem reisemedizinisch fortgebildeten Arzt besprochen werden. Im Internet gibt es sowohl für Laien als auch für Fachkreise gute Informationskanäle, die über Risikogebiete und mögliche Vorbeugung aufklären.

Symptome

Malaria beginnt mit Fieber-, Kopf- und Gliederschmerzen, verbunden mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Die uncharakteristischen Beschwerden führen häufig zu Fehldiagnosen, wie grippaler Infekt oder Magen-Darm-Infektion.

Bei einer schweren Erkrankung kommen Durchfall, Blutarmut sowie Milz- und Leberbeschwerden hinzu. In besonders schweren Fällen kann der Patient ins Koma fallen und/oder versterben.

GSK-Produktpalette

Impfstoffe und Malariamedikamente zählen zu den traditionsreichen Forschungsschwerpunkten bei GlaxoSmithKline: Das erste Malaria-Medikament des Unternehmens wurde 1952, also vor mehr als 50 Jahren, auf den Markt gebracht. Seither haben die Tropenmediziner kontinuierlich daran geforscht, dass auch bei schweren Krankheitsverläufen eine gute Prognose gegeben werden kann.

GSK hat 2014 bei der europäischen Arzneimittel-Agentur EMA die Zulassungsunterlagen für seinen Malaria-Kandidat-Impfstoff RTS,S eingereicht. RTS,S ist gegen den Malariaparasiten Plasmodium falciparum gerichtet, der vor allem in Ländern südlich der Sahara verbreitet ist. Rund 90 Prozent aller Malaria-Todesfälle treten in diesen Ländern auf, davon sind 77 Prozent Kinder unter fünf Jahren. Der Impfstoff soll im Falle einer Zulassung ausschließlich in Afrika, zusätzlich zu bereits vorhandenen Möglichkeiten der Malaria-Prävention, also Moskitonetzen und Anti-Malaria-Medikamenten, verwendet werden. Bis heute ist noch kein Impfstoff zur Prävention von Malaria zugelassen.