Erwachsenen-Impfstoffe

Impfen schützt – nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Kinderimpfungen müssen auch im Erwachsenenalter regelmäßig aufgefrischt werden, so zum Beispiel alle zehn Jahre die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und bei den meisten gegen Keuchhusten (Pertussis). Ansonsten entstehen Impflücken, die gesundheitliche Risiken bergen. Impflücken gibt es vor allem bei Masern bei den nach 1970 Geborenen.

Menschen über 60 Jahre sollten sich nach den Empfehlungen der STIKO gegen Gürtelrose, Pneumokokken und jährlich gegen Grippe impfen lassen. Zudem wird die Grippe-Impfung bei chronisch Kranken wie z. B. Asthmatikern oder Diabetikern und außerdem Schwangeren empfohlen. Entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in jeder Grippesaison die Impfstoffe neu zusammengesetzt.
Die Impfung gegen Herpes Zoster (Gürtelrose) wird seit Dezember 2018 für alle Personen ab 60 Jahre als Standardimpfung und für Personen mit einer schweren Grundkrankheit ab einem Alter von 50 Jahren als Indikationsimpfung empfohlen.
Gürtelrose wird durch die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus (VZV) verursacht. Dieses ruft als Primärinfektion Windpocken hervor und verbleibt anschließend latent im Rückenmark.1 Etwa 99,5 Prozent der über 50-Jährigen sind mit dem VZV infiziert und tragen das Virus inaktiv im Nervensystem.2 Im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses verlieren die Zellen des Immunsystems die Fähigkeit, eine starke und wirksame Immunantwort gegen die Reaktivierung des VZV aufrecht zu erhalten.

Hilfreiche Informationen:

Hohes Fieber, starker Husten, Muskel- und/oder Kopfschmerzen sind typische Symptome einer echten Virusgrippe.

Die Gürtelrose ist in der Regel ein schmerzhafter, juckender Hautausschlag auf einer Körperseite, der zwei bis vier Wochen lang anhalten kann.3 Nach dem Abklingen des Ausschlags kann eine Post-Zoster-Neuralgie bestehen bleiben, d.h. Schmerzen, die mindestens drei Monate und bis zu mehreren Jahren lang anhalten. Als wirksamste Prävention gilt die Impfung.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über impfpräventable Erkrankungen wie Grippe, Gürtelrose, Masern, Keuchhusten, Diphtherie oder Tetanus. Bestimmte Impfungen müssen regelmäßig aufgefrischt werden – und werden häufig vergessen.

GSK-Produktpalette

Mit dem Impfstoff gegen Gürtelrose steht nun erstmals ein innovativer, Impfstoff zur Verfügung, der einen hohen, altersunabhängigen und langanhaltenden Schutz vor dieser schmerzhaften und schwerwiegenden Erkrankung bietet.

Im Werk von GSK Biologicals in Dresden wird bereits seit 2013 der viervalente Grippe-Impfstoff hergestellt. Der saisonale Grippe-Impfstoff wird jährlich neu zusammengesetzt und entsprechend der aktuellen Empfehlungen produziert. Die genaue Zusammensetzung richtet sich dabei nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die jedes Jahr prognostiziert, welche Virusstämme in der kommenden Saison am wahrscheinlichsten zu einer Erkrankung führen können.  
Ein wichtiger GSK-Impfstoff ist außerdem die Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten, ggf. auch als Vierfach-Kombinationsimpfung plus Polio (bei Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, bei Erwachsenen, die keine Polio-Auffrischung erhalten haben und bei Reisenden in Endemiegebiete wie Nigeria, Afghanistan oder Pakistan).

Referenzen

1 Harpaz R at al.,; Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP), Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Prevention of herpes zoster: recommendations of the Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP). MMWR Recomm Rep. 2008 Jun;57(RR-5):1-30
2 Gnann JW et al., N Eng J Med. 2002; 347(5):340-6. Clinical practice. Herpes zoster.
3 IQWiG – Gürtelrose: https://www.gesundheitsinformation.de/guertelrose.2829.de.html#sources; accessed Jan 2018