Erwachsenen-Impfstoffe

Impfen schützt – nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Kinderimpfungen müssen auch im Erwachsenenalter regelmäßig aufgefrischt werden, so zum Beispiel alle zehn Jahre die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten (Pertussis). Ansonsten entstehen Impflücken, die gesundheitliche Risiken bergen.

Impflücken gibt es vor allem bei Masern bei den nach 1970 Geborenen. In Deutschland wurden im Jahr 2015 insgesamt 2.462 Masern-Erkrankungen gemeldet – deutlich zu viele. Im Oktober 2014 begann ein großer Masern-Ausbruch in Berlin, der bis weit ins Jahr 2015 anhielt. Fast 50 % dieser Masern-Fälle waren zwischen 18 und 43 Jahre alt.1 Es trat ein Masern-bedingter Todesfall bei einem ungeimpften einjährigen Kind auf. Etwa jeder vierte Betroffene musste im Krankenhaus stationär behandelt werden. Damit wurden die Ziele der Weltgesundheitsorganisation bis 2015 die Masern ausgerottet zu haben erneut verfehlt. Im Jahr 2016 gab es deutschlandweit 323 Masernfälle.2 In der ersten Hälfte des Jahres 2017 wurden bereits 780 Masernfälle gemeldet.3

Menschen über 60 Jahre sollten sich nach den Empfehlungen der STIKO gegen Pneumokokken und jährlich gegen Grippe impfen lassen. Zudem wird die Grippe-Impfung bei chronisch Kranken wie Asthmatikern oder Diabetikern und Schwangeren empfohlen. Entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in jeder Grippesaison die Impfstoffe neu zusammengesetzt. Seit einigen Jahren sind vier unterschiedliche Grippe-Virusstämme im Umlauf: zwei A- und zwei B-Stämme. Vierfach-Impfstoffe richten sich gegen alle vier Stämme und erreichen damit einen breiten Impfschutz der Bevölkerung. Bislang kamen sie vor allem bei Privatpatienten zum Einsatz oder mussten selber bezahlt werden. Kassenpatienten erhielten dagegen die herkömmlichen Grippe-Impfstoffe mit nur drei Komponenten. Nach einer Gesetzesänderung können auch Kassenpatienten sich nun besser schützen: Seit diesem Jahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Piks mit dem breiteren Vierfach-Impfstoff für alle gefährdeten Personen. Der Vierfach-Impfstoff kann beim Hausarzt angefragt werden.

Hilfreiche Informationen:

Hohes Fieber, starker Husten, Muskel- und/oder Kopfschmerzen sind typische Symptome einer echten Virusgrippe. Als wirksamste Prävention gilt die Impfung.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über impfpräventable Erkrankungen wie Grippe, Masern, Keuchhusten, Diphtherie oder Tetanus. Bestimmte Impfungen müssen regelmäßig aufgefrischt werden – und werden häufig vergessen.

GSK-Produktpalette

Im Werk von GSK Biologicals in Dresden wird ausschließlich der innovative viervalente Grippe-Impfstoff hergestellt. Der saisonale Grippe-Impfstoff wird jährlich neu zusammengesetzt und entsprechend der aktuellen Empfehlungen produziert. Die genaue Zusammensetzung richtet sich dabei nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die jedes Jahr prognostiziert, welche Virusstämme in der kommenden Saison am wahrscheinlichsten zu einer Erkrankung führen können.

Ein wichtiger GSK-Impfstoff ist außerdem die Auffrisch-Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten, ggf. auch als Vierfach-Kombinationsimpfung plus Polio (bei Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, bei Erwachsenen, die keine Polio-Auffrischung erhalten haben und bei Reisenden in Endemiegebiete wie Nigeria, Afghanistan oder Pakistan).

Referenzen:
1 Epidemiologisches Bulletin 10/2015, www.rki.de
2 Epidemiologisches Bulletin 03/2017, www.rki.de
3 Epidemiologisches Bulletin 27/2017; www.rki.de