Atemwege

Jeder Mensch verfügt über rund 300 Millionen Lungenbläschen, deren Gesamtoberfläche 80 bis 120 Quadratmeter beträgt. Neugeborene machen zwischen 40 und 50 Atemzüge pro Minute, bei Schulkindern sind es noch rund 20 Atemzüge, bei Erwachsenen 12 bis 15 Atemzüge. Im Laufe unseres Lebens atmen wir durchschnittlich mehr als 300.000 Kubikmeter Luft ein. Die Atemwege machen unser Leben überhaupt erst möglich, aber sie sind auch anfällig für zahlreiche Krankheiten – von einer Erkältung über Grippe, Bronchitis, Lungenentzündung, allergischem Schnupfen und Asthma bis hin zu COPD und Lungenkrebs.

Asthma

Experten schätzen, dass in Deutschland fünf bis sieben Prozent der Erwachsenen und zehn bis fünfzehn Prozent der Kinder unter Asthma leiden – bei Kindern ist es die häufigste chronische Erkrankung. Ausgelöst durch Allergene, Anstrengung oder Entzündungen verengen sich bei einem Asthmaanfall die Atemwege, es kommt zu Kurzatmigkeit und Atemnot. Als Hauptursachen für die deutliche Zunahme der Erkrankungsfälle in den letzten drei Jahrzehnten gelten genetische Faktoren, Umweltverschmutzung, aber auch die hohen Hygienestandards in den Industrienationen – sie unterfordern das Immunsystem, das deshalb aus dem Gleichgewicht gerät und stärker auf allergische Reize reagiert.

Hilfreiche Informationen:

Asthma ist eine Krankheit, die dank des medizinischen Fortschritts heutzutage mit Medikamenten gut behandelt werden kann. Um zu überprüfen, wie gut Ihr Asthma kontrolliert ist, können Sie den Asthmakontrolltest (ACT™) verwenden, den es für Erwachsene und Kinder gibt. Sie finden diesen Fragebogen im Internet (www.asthmakontrolltest.de) oder können auch Ihren Arzt danach fragen. Anhand einiger Fragen, welche Sie selbst beantworten, kann der Grad Ihrer Asthmakontrolle bestimmt werden. Ihrem Arzt kann das bei der Entscheidung helfen, ob Ihre Medikation geändert werden soll. Weitere Informationen zum Thema Asthma sowie eine kostenlose App, die Sie bei der Asthmakontrolle unterstützen kann, finden Sie auch im Internet unter www.luft-zum-leben.de.

COPD

COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease), ist weltweit die vierthäufigste Todesursache – nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind rund 210 Millionen Menschen davon betroffen. Ausgelöst wird die COPD in rund 90 Prozent der Fälle durch jahrelangen Nikotinkonsum. Darüber hinaus können noch verschiedenartige inhalierbare Schadstoffe bei der Entstehung eine Rolle spielen. Die Krankheit beginnt häufig mit dem so genannten Raucherhusten, im fortgeschrittenen Stadium kann es auch zu Muskelabbau und Gewichtsverlust kommen. Die chronische Entzündung in den Atemwegen führt zu Veränderungen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind.

Hilfreiche Informationen:

Bei hartnäckigem Husten, der länger als drei Wochen andauert, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die COPD beginnt schleichend – aber eine frühe medikamentöse Behandlung kann das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität verbessern. Der COPD Assessment Test (CAT™) erlaubt eine Einschätzung des Gesundheitszustands von Patienten, die an COPD erkrankt sind. Er kann beim Gespräch mit dem Arzt als hilfreiche Unterstützung dienen. Sie finden den Test auch auf www.luft-zum-leben.de. Neben allgemeinen Informationen über COPD gibt es dort zudem weiterführende Hinweise und Ratschläge zum Umgang mit dieser Krankheit. Im „Expertenrat" des Atemwegsportals können individuelle Fragen zur COPD gestellt werden, die ein Lungenfacharzt beantwortet.

Heuschnupfen

Unter Fachleuten wird der Heuschnupfen auch allergische Rhinitis genannt – diese betrifft nach Expertenschätzungen inzwischen rund 30 Prozent der Weltbevölkerung. Die Nase läuft, die Augen tränen und jucken – und an manchen Tagen ist es für die Betroffenen unmöglich, sich im Freien aufzuhalten. Bei den meisten Menschen wird der Heuschnupfen durch Gräser- oder Blütenpollen ausgelöst und tritt damit im Frühjahr und im Sommer gehäuft auf. Es gibt aber auch Patienten, die das ganze Jahr über an den Symptomen der allergischen Rhinitis leiden, so zum Beispiel Hausstaub-Allergiker.

Hilfreiche Informationen:

Bei länger andauernden Beschwerden kann ein Allergietest bei Ihrem Arzt sinnvoll sein. Meiden Sie anschließend die entsprechenden Allergene, so gut es geht. Bei quälenden Nasen- und Augensymptomen empfiehlt sich der Einsatz von Medikamenten gegen allergische Rhinitis, die Ihnen Ihr Arzt verschreiben kann. Weitere Informationen zum Thema Heuschnupfen und auch einen Pollenflugkalender finden Sie unter www.allergie-helfer.de im Internet.

GSK-Produktpalette

Die Asthma- und COPD-Präparate von GSK können dazu beitragen, Patienten ihr Leben zu erleichtern. Aktuell sind vier Produkte auf dem deutschen Markt erhältlich:

  • Zur Behandlung von Asthma und COPD ein langwirksames Kombinationspräparat, in dem ein entzündungshemmender Wirkstoff und ein weiterer zur Entkrampfung der Bronchialmuskulatur enthalten sind.
  • Zur Behandlung von COPD ein langwirksames Kombinationspräparat, in dem zwei Wirkstoffe zur Entkrampfung der Bronchialmuskulatur enthalten sind.
  • Zur Behandlung von COPD ein langwirksamer Bronchialerweiterer, dessen Wirkstoff die Bronchialmuskulatur entkrampft.
  • Zur Behandlung einer bestimmten Form von besonders schwerem Asthma ein Biologikum, das als Spritze unter die Haut verabreicht wird, und einen Monat lang wirksam ist.

Ein bereits seit Jahren bewährtes Produkt ist ein Kombinationspräparat, in dem ebenfalls zwei Substanzen zur Entzündungshemmung und zur Entkrampfung der Bronchialmuskulatur enthalten sind. Eingesetzt werden kann es zur Behandlung von Asthma – in anderer Dosierung auch zur Behandlung von COPD.

Gegen die allergische Rhinitis gibt es von GSK ein Nasenspray, das neben den Nasen- insbesondere auch die Augensymptome wirksam bekämpfen kann.