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Aktionstag gegen den Schmerz: Mehr Aufmerksamkeit für die teils quälenden Gürtelrose-Schmerzen

  • 7. Juni 2022: Aktionstag gegen den Schmerz soll auf die vielen unter-schiedlichen Formen von körperlichem Schmerz aufmerksam machen
  • Gürtelrose ist eine Erkrankung, die zu teils starken, langanhaltenden bis hin zu chronischen Schmerzen führen kann
  • Besonders ältere Menschen sind gefährdet und Gürtelrose kann durch die Schmerzbelastung den Alltag stark einschränken

 Am 7. Juni 2022 findet der alljährliche Aktionstag gegen den Schmerz statt. Initiiert von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. soll an diesem Tag verstärkt auf das Thema Schmerz aufmerksam gemacht werden. Denn Schmerz kann viele Formen und Gesichter haben und Betroffene aus Angst oder Scham in völlige Isolation treiben. Betroffene**, die unter chronischen Schmerzen leiden, ziehen sich oft aus dem öffentlichen Leben zurück. Der Aktionstag hilft dabei, diesen Personen eine Stimme zu geben. GSK unterstützt diese Initiative und möchte die Aufmerksamkeit für eine mögliche Schmerzbelastung durch eine Gürtelrose-Infektion erhöhen.

Starke Schmerzen rauben Lebensqualität

Schmerz oder gar chronischer Schmerz können durch vielerlei Erkrankungen hervorgerufen werden. Eine dieser schmerzhaften Erkrankungen, die Betroffene auch noch Monate oder gar Jahre nach der Diagnose begleiten kann, ist Gürtelrose. Der Name der Krankheit klingt harmlos, beinahe melodisch. Doch dahinter verbirgt sich eine ernstzunehmende, oftmals schmerzhafte Erkrankung, die für Betroffene sehr gefährlich werden kann. Bei einer Gürtelrose ist nicht nur die Haut betroffen, sondern vor allem die darunterliegenden Nervenfasern sind entzündet. Dr. Michael Überall, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V., erklärt: „Aufgrund des Befalls sensibler Nervenzellen – also der Nervenfasern, die für die Registrierung und Übermittlung von Empfindungen wie z. B. Schmerzen, Temperatur, Berührung oder Druck, etc. aus dem Körper über das Rückenmark an das Gehirn verantwortlich sind – führt die akute Gürtelroseerkrankung in der Regel zu starken und mit den üblichen Mitteln nur selten ausreichend behandelbaren Schmerzen. Für viele Betroffene gehören die durch die Gürtelrose erlebten Schmerzen zu den schlimmsten Erlebnissen ihres bisherigen Lebens.“

Die Schmerzen bei Gürtelrose werden dabei unterschiedlich wahrgenommen: mal pochend, stechend, schneidend oder lähmend. Gürtelrose-Patientin Pia H. beschreibt ihre Beschwerden so: „Ich hatte plötzlich starke, punktuelle Schmerzen im oberen Brustwirbelbereich. Die Schmerzen waren in der Nacht besonders schlimm. Erst dachte ich, ich hätte mich verlegen, aber etwa drei Tage nach Beginn der Schmerzen im Rücken, begann der Schmerz in den linken Arm auszustrahlen, bis vorne in die Fingerspitzen. Diese Schmerzen und die Schwellung im linken Arm hielten über zwei Wochen an.“ Die Lebensqualität der betroffenen Personen kann durch die Schmerzen stark gemindert werden. Bleibende Nervenschäden können Betroffene auch noch lange Zeit nach Abklingen der akuten Symptome begleiten und den Alltag durch die Schmerzbelastung enorm einschränken. „Zusätzlich entwickeln viele Betroffene, aufgrund ihrer Bemühungen zur Vermeidung berührungsbedingter Schmerzattacken, Fehlhaltungen und sekundäre Muskelschmerzen“, ergänzt Dr. Überall.

Alter als größter Risikofaktor

Besonders unter der älteren Bevölkerung kennen nur wenige ihr persönliches Erkrankungsrisiko und noch weniger wissen: Jede Person, die einmal Windpocken hatte, trägt den Gürtelrose-Erreger bereits in sich1. Denn der Erreger, das Varizella-Zoster-Virus, verbleibt nach einer durchgemachten Windpocken-Erkrankung inaktiv im Körper und wird dabei vom Immunsystem in Schach gehalten. Wenn das Immunsystem alters-, stress- oder krankheitsbedingt geschwächt ist, kann das Virus als Gürtelrose reaktiviert werden. Das Alter ist dabei der Hauptrisikofaktor, da die Abwehrkräfte des Immunsystems mit den Jahren auf natürliche Weise abnehmen.2 Mehr als 95 Prozent der über 60-Jährigen tragen das Virus und somit das Risiko für Gürtelrose in sich.3 Einer von drei Menschen erkrankt im Laufe seines Lebens daran.4 

Nervenschmerzen, die bleiben können

Der juckende Hautausschlag, dessen Bläschen sich häufig gürtelförmig um den Körper legen, ist ein akutes Symptom der Gürtelrose – doch es gibt weitere, oftmals chronische Symptome, die für die Betroffenen sehr belastend sein können: Bis zu 30 % erleiden schwere Komplikationen wie anhaltende heftige Nervenschmerzen, eine sogenannte Post-Zoster-Neuralgie.5 Die damit einhergehenden Schmerzen können über Monate oder schlimmstenfalls lebenslang anhalten und machen einen normalen Alltag oft unmöglich. Soziale Isolation und Depressionen können folgen. Warum, erläutert Dr. Überall: „Depressive Verstimmungen und Angst, vor allem auch durch die erlebte Hilflosigkeit und Erfahrung mit unzureichend wirksamen Therapien, führen in Verbindung mit den immer wieder unvorhersehbar eintretenden Schmerzattacken und Schlafstörungen zu psychischen Veränderungen, die im Extremfall im Vollbild einer traumatischen Belastungsstörung enden können.“ Eine mögliche Anlaufstelle für Schmerzbetroffene ist die Deutsche Schmerzliga e.V.. Auf der Website https://schmerzliga.de sowie über das Schmerztelefon unter 069 / 20 019 019 erhalten chronische Schmerzpatienten hilfreiche Informationen zur Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Gürtelrose vorbeugen: Impfempfehlung der STIKO

Vorsorge ist immer besser als Nachsorge. Eine Impfung kann vor Gürtelrose schützen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren sowie Menschen ab 50 mit Grunderkrankungen eine Impfung gegen Gürtelrose.6 Informieren Sie sich bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihr persönliches Erkrankungsrisiko und wie Sie sich vor den Schmerzen einer Gürtelrose schützen können. 

Über Gürtelrose

Gürtelrose tarnt sich als Hautkrankheit, ist aber eine Infektionskrankheit, die durch die Reaktivierung des Windpockenerregers ausgelöst wird. Mehr als 95 Prozent der Personen ab 60 Jahren hatten bereits Windpocken und tragen dadurch das Virus in sich.3 Eine von drei Personen erkrankt im Laufe des Lebens an Gürtelrose.4 Weder ein gesunder Lebensstil noch Maßnahmen wie die AHA-Regeln können daran etwas ändern. Zum einen nehmen die Abwehrkräfte im Alter ab, wodurch eine Reaktivierung wahrscheinlicher wird.2 Zum anderen stecken sich Betroffene nicht an, sondern haben den Erreger bereits im Körper und dieser kann bei einer Schwächung des Immunsystems (z. B. durch Stress, COVID-19-Erkrankung) wieder aktiviert werden. Bei der Reaktivierung des Virus wandern die zuvor inaktiven Erreger aus den Nervenknoten entlang der Nervenfasern bis zu deren Enden an der Hautoberfläche. Dort entstehen als Reaktion die charakteristischen Bläschen, die sich gürtel- oder bandförmig um den Körper legen. Häufig ist nur eine Körperhälfte betroffen. Da das Virus über die Nervenbahnen zur Haut „wandert“, treten häufig noch vor Auftreten der typischen Bläschen starke, „einschießende“ Schmerzen auf. Weitere Symptome sind beispielsweise Abgeschlagenheit, Erschöpfung und teilweise über Monate anhaltende, stark brennende bis stechende Nervenschmerzen. Bis zu 30 Prozent der Betroffenen haben mit Komplikationen und Langzeitfolgen zu kämpfen.5 Manchmal dauert dies mehrere Monate, in anderen Fällen können die Schmerzen ein Leben lang anhalten. Daneben kann Gürtelrose auch zu Sehstörungen, einem vollständigen Seh- und Hörverlust sowie in seltenen Fällen auch zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.impfen.de/guertelrose

Referenzen

1 EpiBul 5/2021.
2 Harpaz R et al., MMWR Recomm Rep. 2008;57(RR-5):1-30; Centers for Disease Control and Prevention. Veröffentlicht: Aug. 2016.
3 Wutzler et al. 2001; Vaccine 20: 121-124
4 Hillebrand K; Journal of infection; 2015;70;178-186.
5 RKI (Hrsg.): Kurz & knapp: Faktenblätter zum Impfen. Herpes-zoster-Impfung; 2020.
6 EpiBul 18/2020.

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