Vergabe der Wissenschaftsauszeichnungen für 2020: Stiftungspreise erhalten zwei Wissenschaftler*in für ihre Arbeit zum Verständnis der zellulären Heterogenität und für ihre Arbeit zur Genomsequenzierung

Die beiden Stiftungspreise der GSK Stiftung werden jährlich für Arbeiten in der Medizinischen Grundlagenforschung und in der Klinischen Forschung vergeben und sind mit je 10.000 Euro dotiert

Den Preis für „Medizinische Grundlagenforschung“ erhält Prof. Dr. Dominic Grün, Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik, Freiburg. Die in „Nature“ im Jahr 2019 hochrangig publizierte Forschungsarbeit mit dem Titel ‚A human liver cell atlas reveals heterogeneity and epithelial progenitors‘ (verfügbar unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6687507/) beschäftigt sich mit der zellulären Heterogenität von Leberzellen.

Mit Hilfe der Single-Cell RNA Sequenzierung gelang es dem Forscherteam um Prof. Grün einen Leberzellatlas anzulegen und mehrere bisher unbekannte Zelltypen zu identifizieren inklusive einer bipotenten Stammzelle. Diese Arbeit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung eines „Zellatlas“ des Menschen.

Den Preis für „Klinische Forschung“ erhält Dr. Sophie Duraffour, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg. Die Ergebnisse der prämierten Arbeit wurden im Januar 2019 in „Science“ unter dem Titel "Metagenomic sequencing at the epicenter of the Nigeria 2018 Lassa fever outbreak" (verfügbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30606844/) veröffentlicht. Durch metagenomische Sequenzierung während des darin beschriebenen Lassafieber-Ausbruchs konnten wichtige Erkenntnisse für die erfolgreiche Bekämpfung des Ausbruchs gewonnen werden.

Das Forscherteam fand heraus, dass die Virusstämme in den Proben nicht direkt miteinander verwandt waren, was eine Verbreitung von Mensch-zu-Mensch aus einer einzelnen Quelle ausschließt. Offensichtlich wurde der Ausbruch durch eine Übertragung der Viren von Nagetieren auf den Menschen verursacht, was für die lokalen Behörden eine wichtige Information war.  Diese Arbeit führte darüber hinaus zu Fortschritten auf dem Gebiet der molekularen Epidemiologie. In Echtzeit wurde Pionierarbeit geleistet, u.a. die Anwendbarkeit der portablen Schnellsequenzierung auf unbekannte Ausbruchserreger unter einfachen Bedingungen direkt im Land selbst.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie konnte für 2020 keine Preisverleihung durchgeführt werden. Wir planen die Preisverleihung 2020 und 2021 gemeinsam im Herbst 2021 in Göttingen stattfinden zu lassen. Informationen zur Bewerbungsfrist für die Preiseinreichungen 2022 erhalten Sie voraussichtlich im August 2021.

Weitere Informationen zur GSK Stiftung finden Sie unter: www.gsk-stiftung.

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