Sanofi und GSK treffen Vereinbarung mit der Europäischen Kommission zur Lieferung von bis zu 300 Millionen Dosen adjuvantierten COVID-19-Impfstoffs

Sanofi und GSK bestätigten heute eine Vereinbarung mit der Europäischen Kommission über die Lieferung von bis zu 300 Millionen Dosen eines adjuvantierten COVID-19-Impfstoffs, sobald dieser zugelassen ist. Diese endgültige Vereinbarung bestätigt die Ankündigung beider Unternehmen und der EU-Kommission vom 31. Juli.

Der Impfstoffkandidat, der in Partnerschaft zwischen Sanofi und GSK entwickelt wird, basiert auf der rekombinanten Technologie auf Proteinbasis, die Sanofi zur Herstellung eines Grippeimpfstoffs verwendet, sowie auf der etablierten Adjuvans-Technologie von GSK. Die Impfstoff-Dosen würden hauptsächlich in europäischen Ländern wie Frankreich, Belgien, Deutschland und Italien hergestellt.

Sanofi leitet in Zusammenarbeit mit GSK die klinische Entwicklung und Registrierung des Impfstoffs gegen COVID-19 sowie die Anfang September begonnene Phase-1/2-Studie. Die Unternehmen rechnen für Anfang Dezember 2020 mit ersten Ergebnissen, um dann den Start der Phase-3-Studie im Dezember 2020 einzuleiten. Wenn die Studiendaten für einen Zulassungsantrag ausreichen, ist geplant, die behördliche Zulassung in der ersten Hälfte 2021 zu beantragen.

„GSK hat sich gemeinsam mit Sanofi verpflichtet, diesen Impfstoff in Europa herzustellen und in Europa verfügbar zu machen. Beide Unternehmen verfügen hier über bedeutende F&E- und Herstellungskapazitäten, die durch die heute unterzeichnete Vereinbarung unterstützt werden", so Dr. Jens Vollmar, Leiter der Medizinischen Fachbereichs Impfstoffe, Reise- und Tropenmedizin bei GSK.

„Sobald Sicherheit und Wirksamkeit in klinischen Studien nachgewiesen sind, wird der Impfstoff gegen COVID-19 unseres Erachtens eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung der Ausbreitung der Krankheit und beim Schutz der Bevölkerung spielen“, so Vollmar weiter. „Unsere europäischen Produktionsstandorte spielen dabei eine wichtige Rolle und sind gut darauf vorbereitet. Der Impfstoff-Kandidat wird in einem bewährten Herstellungsverfahren produziert. Diese Partnerschaft mit Sanofi ist einzigartig und wir sind sehr zuversichtlich, dass die klinischen Studien uns bald gute Ergebnisse zeigen werden.“

Sanofi und GSK verpflichten sich, den Impfstoff weltweit verfügbar zu machen

Sanofi und GSK unterzeichneten vor kurzem auch Abkommen mit der Regierung der Vereinigten Staaten und der britischen Regierung (vorbehaltlich des endgültigen Vertrags). Die Partner planen auch die Lieferung von Dosen des adjuvantierten COVID-19-Impfstoffs – sollte dieser erfolgreich sein – an COVAX, die Impfstoffsäule des ACT-Accelerators (Access to COVID-19 Tools), um den weltweiten Zugang zu Impfstoffen zu unterstützen.

Engagement von GSK im Kampf gegen COVID-19

GSK arbeitet weltweit mit Unternehmen und Forschungsgruppen zusammen, die an vielversprechenden Impfstoffkandidaten für COVID-19 arbeiten, indem sie GSKs innovative Impfstoff-Adjuvans-Technologie einsetzen. Der Einsatz eines Adjuvans ist in einer Pandemiesituation von besonderer Bedeutung, da es die Menge des pro Dosis benötigten Impfproteins verringern kann, wodurch mehr Impfstoffdosen hergestellt werden können. Somit kann der Schutz von mehr Menschen insgesamt erreicht werden. GSK zielt nicht darauf ab, während der Pandemie von Impfstoffen gegen COVID-19 Profit zu generieren, sondern wird jeden kurzfristigen Gewinn in die Coronavirus-bezogene Forschung und die langfristige Pandemievorsorge investieren – entweder durch GSK-interne Investitionen oder in Kooperation mit externen Partnern.

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