Forschungsstipendium Atemwegserkrankungen

GSK vergibt Forschungsstipendium "Klinische Pneumologie" 2017

Projekt untersucht neue Biomarker, die bei der Entstehung von Asthma bei Kindern eine Rolle spielen könnten

Dr. Isabell Baumann, Universität zu Lübeck, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, ist Preisträgerin des GSK Forschungsstipendiums „Klinische Pneumologie“ 2017, das kürzlich im Rahmen des 49. Bad Reichenhaller Kolloquiums verliehen wurde. Das mit 10.000 Euro dotierte Stipendium wurde über die Atemwegsliga ausgeschrieben und jetzt für das Forschungsvorhaben „Evaluation von Lipoxinen und Resolvinen als neue Biomarker für die Entwicklung eines Asthma bronchiale“ verliehen.

Ziel des Projekts

Die frühzeitige Identifizierung von Kindern mit einem hohen Risiko für die Entwicklung eines Asthma bronchiale ist essentiell. Sie ist grundlegend, um schwere Exazerbationen zu verhindern, Therapien individuell zu gestalten, und möglichst präventive Maßnahmen einsetzen zu können. Nach aktuellem Forschungsstand gibt es jedoch keine Möglichkeit, solche Kinder zu identifizieren und eine Chronifizierung der Atemwegsinflammation zu verhindern. Auch ist unklar, welche der kleinen Patienten von einer präventiven Therapie profitieren könnten.

Mit den gewonnenen Daten des ausgezeichneten Projekts erhoffen sich die Forscher, einen klinischen Biomarker zu finden, der es ermöglicht, Kinder mit rezidivierenden obstruktiven Bronchitiden und einem hohen Risiko, ein Asthma bronchiale zur entwickeln, frühzeitig zu identifizieren. Entscheidend ist es herauszufinden, welche Biomarker verschiedene „Wheezing-Typen“ charakterisieren und welche zugrundeliegenden pathogenetischen Mechanismen den Verlauf determinieren. Hierzu werden zwei „Specialized Proresolving Mediators“ (SPMs) untersucht: Lipoxine und Resolvine, die beide als exogene Lipidmediatoren aktiv die Resolution von Entzündungsprozessen – wie derjenigen beim Asthma – steuern. Durch Messung der Lipoxin- und Resolvinkonzentration im Blut von Kindern mit etabliertem Asthma und von Kleinkindern mit rezidivierenden obstruktiven Bronchitiden („Wheezer“) im Vergleich zu gesunden Kontrollen wird untersucht, ob es einen Zusammenhang von erniedrigten Konzentrationen von SPMs im Blut und rezidivierenden Bronchitiden gibt.

Das Forschungsstipendium „Klinische Pneumologie“ wurde im Namen von GSK und der Deutschen Atemwegsliga im Rahmen des Bad Reichenhaller Kolloquiums von Dr. Markus Michael Müller, medizinischer Fachbereich Pneumologie bei GSK, überreicht.

 „Wir freuen uns, das Projekt von Frau Dr. Baumann zu unterstützen. Die Bedeutung von Asthma im Kleinkindalter, auch für den späteren erwachsenen Patienten, ist immens. Es ist unerlässlich, hier Prädiktoren und Risikofaktoren zu identifizieren“, so Dr. Müller.

v.l.: Prof. Dr. Carl-Peter Criée (Vorsitzender Atemwegsliga, Bovenden-Lenglern), Prof. Dr. Heinrich Worth (stellvertretender Vorsitzender Atemwegsliga, Fürth), Dr. med. Isabell Baumann (Lübeck), Markus Michael Müller (Fachbereich Pneumologie, GSK)