Forschung für die nächste Generation Arzneimittel und Impfstoffe

Forschung

Erforschen der nächsten Generation von Arzneimitteln und Impfstoffen.

Dr. Hal Barron, wissenschaftlicher Leiter und Vorsitzender des Bereichs Forschung und Entwicklung, hat seit seinem Eintritt bei GSK im Januar 2018 maßgeblich zur Weiterentwicklung unserer wissenschaftlichen Innovationskraft beigetragen.

Der Fokus unserer Arzneimittelforschung liegt auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Immunsystem, der Nutzung der Humangenetik und der Anwendung fortschrittlicher Technologien wie der funktionellen Genomanalyse, der künstlichen Intelligenz und des machinellen Lernens.

Mit unserem neuen Ansatz erhöhen wir die Geschwindigkeit, in der wir bahnbrechende Medikamente erforschen, entwickeln und bereitstellen können. Dabei priorisieren wir die Wirkstoffe mit der größeren Erfolgswahrscheinlichkeit und beenden weniger vielversprechende Programme. Damit sind wir in der Lage, uns in Bereichen wie Onkologie noch stärker auf Spezialpharmazeutika zu konzentrieren.

Bei den Impfstoffen streben wir in erster Linie die Entdeckung und Entwicklung prophylaktischer und therapeutischer Impfstoffe an, die dabei helfen können, Menschen gegen Infektionskrankheiten zu schützen. Jede Krankheit weist ihre eigenen Kennzeichen auf und so erfordert die Entwicklung eines Impfstoffs zum Schutz gegen eine bestimmte Krankheit jeweils ein eigenständiges Konzept.

Wir investieren in wissenschaftliche und technische Spitzenleistung, um neue innovative Impfstoffe zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, die den Bedürfnissen von Patienten und Kostenträgern entsprechen. Vor Kurzem haben wir einen bahnbrechenden Gürtelrosenimpfstoff und den ersten universellen Impfstoff gegen Meningitis B vorgestellt. Wir bewahren ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Fokus auf diese robuste Pipeline und dem aktiven Management des Lebenszyklus unserer eingeführten Impfstoffe. Dabei streben wir durch eine Erweiterung der Indikationen und der geographischen Verfügbarkeit an, mehr Menschen zu schützen.

Wir haben Impfstoffe gegen 21 der 31 Krankheiten entwickelt, welchen aktuell durch Impfungen vorgebeugt werden kann. Dadurch haben wir die Möglichkeit Menschen in jeglichen Lebensabschnitten zu schützen. Wir verbessern unsere unterstützenden Technologien, mit denen wir die Immunreaktion auf Impfstoffe verbessern. Das ist besonders wichtig für die Menschen, die eher schlecht auf Impfungen ansprechen, beispielsweise Patienten mit beeinträchtigtem Immunsystem und ältere Menschen.

Fortschrittliche Technologien

Bedeutende Investitionen in ein breites Spektrum fortschrittlicher Technologien stehen im Mittelpunkt unserer Forschungsarbeit. Wir bauen Kernkapazitäten in den Bereichen künstliche Intelligenz und machinellem Lernen auf, um unsere Fähigkeiten bei der Interpretation und dem Verständnis von Genetik- und Genomdaten zu verbessern. Zudem investieren wir in die funktionelle Genomanalyse. Wir wenden Techniken zur Genmodifizierung wie die CRISPR-Methode an, die uns bei der Entdeckung und Validierung potenzieller Ziele unterstützen sollen. Diese Investitionen ergänzen unsere bestehenden Stärken bei anderen fortschrittlichen Technologien, darunter unsere Führungsposition in der Zell- und Gentherapie, die wir kontinuierlich weiter ausbauen.

Das verbesserte Verständnis biologischer Vorgänge treibt die Entwicklung neuartiger, zielgerichteter Impfstoffe voran. Gleichzeitig haben digitale Technologien und Verfahren zur Datenanalyse zunehmend an Bedeutung gewonnen, woraus sich neue Möglichkeiten ergeben, die Auswirkungen von Interventionen bei Krankheiten zu erfassen. Indem wir die reverse Vakzinologie, innovative Studiendesigns und andere Methoden zur beschleunigten Entdeckung und Entwicklung von Impfstoffen einsetzen, bauen wir auf diesen Fortschritten auf. Wir sind davon überzeugt, dass diese Fortschritte einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit leisten werden.

Partnerschaften sind der Schlüssel zu unseren Innovationen

Im Juni 2019 haben wir eine fünf-jährige Zusammenarbeit mit der University of California zur Einrichtung eines mit modernster Technik ausgestatteten Labors für CRISPR-Methoden bekannt gegeben, das Laboratory for Genomics Research (LGR). Das neue Labor untersucht, mit dem Fokus auf Immunologie, Onkologie und Neurowissenschaften, wie genetische Mutationen Krankheiten verursachen. Unter Einsatz von CRISPR, dem leistungsfähigsten Werkzeug der funktionellen Genomanalyse, entwickelt das Labor neue Technologien, um die Entdeckung neuer Arzneimittel zu beschleunigen. GSK's künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen Gruppe ist in den Aufbau der erforderlichen computertechnischen Pipelines zur Datenanalyse involviert. Das LGR arbeitet auf die Automatisierung bestehender CRISPR-Konzepte hin, damit diese Arbeit im richtigen Maßstab durchgeführt wird. Letztendlich besteht das Ziel darin, unser Wissen zur Genetik zu vertiefen und neue Ziele auszumachen sowie Technologien der nächsten Generation aufzubauen, die zukünftig die Standardverfahren in der Pharmaindustrie sein werden.

Im Jahr 2018 sind wir mit 23andMe, dem weltweit führenden Forschungsunternehmen für private Gentests, eine exklusive Zusammenarbeit eingegangen. Diese Zusammenarbeit verbindet unsere wissenschaftlichen und medizinischen Fachkenntnisse mit den umfangreichen genetischen Ressourcen und der einzigartigen Kompetenz auf dem Gebiet der Datenwissenschaft von 23andMe, was die Erfolgswahrscheinlichkeit der Forschung und Entwicklung erhöht. Weitere strategische Partnerschaften bestehen unter anderem mit dem Altius Institute, das Pionierarbeit auf dem Gebiet neuer Technologien und bei Ansätzen zur Entschlüsselung der Genkontrolle leistet; der UK Biobank, die anonymisierte Gensequenzdaten von 500.000 Freiwilligen erstellt, und dem Open-Targets-Konsortium, das eine frei zugängliche Suchmaschine zum Suchen, Auswerten und Integrieren biologischer und genetischer Krankheitsdaten fördert.

Partnerschaften spielen auch für Innovationen bei Impfstoffen eine Schlüsselrolle. Im Bereich Impfstoffe gibt es rund 150 Kooperationen mit externen Partnern. Die meisten unserer Impfstoffkandidaten werden im Rahmen von Partnerschaften entwickelt. Partnerschaften und Technologie sind beispielsweise auch eine Stütze unserer Arbeit zu Tuberkulose und Shigellose, die zu unserer aktuellen Verpflichtung gehört, Impfstoffe gegen Krankheiten in den Entwicklungsländern zu entwickeln. Diese Art der Zusammenarbeit ermöglicht unseren Wissenschaftlern im Bereich Impfstoffe, von anderen führenden Experten zu lernen und eng an neu aufkommenden Technologien und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu bleiben.